Chateau Jolys Cuvée Pauline 2014, AOC Jurançon sec

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Ein brillanter, sehr trockener und säurebetonter Weisswein vom Fusse der französischen Pyrenäen, aus Jurançon, vom renommierten Weingut Jolys, gekeltert aus der ertragsarmen und aromareichen Rebsorte Petit Manseng.


Im Glass mit dezentem Goldglanz, entfaltet der Wein in der Nase ein Feuerwerk von blumingen und fruchtigen Aromen. Honig, Jasmin, Litchi, Zitrus, Orangenschale, Gewürze und ein wenig Harz lassen die Geschmacksknospen des Gaumen jubelieren. Der 3- monatige Ausbau in Eiche vertieft dieses Festival der Sinne. Ein langer und aromareicher Abgang verlängert die Genussphase.


Und das sagt Roger Voss von Wine Enthusiast über die Cuvée Pauline 2014:" Intensely perfumed wine, crisp apples, kiwis with a tincture of honey."


Ein toller Weisswein, bei dem der Gaumen hält, was die Nase verspricht.


Ein vitaler und vibrierender Weisswein aus Jurançon

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Chateau Jolys

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Beschreibung

Details

Die Rebstöcke wachsen an den sanften Hängen, die in südlicher und südwestlicher Ausrichtung ein Amphitheater mit Aussicht auf die Pyrenänen bilden. Die Böden sind kalkreiche Lehmböden.

Die Traubenlese per Hand erfolgt Ende Oktober. Nach dem Entrappen und Mazeration vor der Vergärung, wird nur der freie Saft vor der Pressung (Vorlaufmost) für die Cuvée Pauline verwendet, um den Reichtum und die Aromen der Petit Manseng- Trauben zu erhalten.

Für die alkoholische Vergärung wird der Most in Edelstahl auf 19 °C heruntergekühlt. Danach Ausbau in französischer Eiche über einen Zeitraum von 3 Monaten.

Zusatzinformation

Zusatzinformation

Hersteller Chateau Jolys
Land Frankreich
Lieferzeit Sofort versandbereit, Lieferzeit 3-4 Werktage
Anbaugebiet AOC Jurançon sec
Flaschenverschluss Kunststoffkorken
Preis je Liter 17.47
Rebsorten 100 % Petit Manseng
Alkoholgehalt 13,0 vol %
Restsüße Keine Angabe
Säuregehalt Keine Angabe
Jahrgang 2014
Weinart Weisswein
Weingeschmack trocken
Allergene enthält Sulfite

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Auszeichnungen

  • 90/100 Punkte bei Wine Enthusiast
  • 15/20 Punkte beim Guide Bettane
  • Silbermedaille mit 90 Punkten bei Decanter

Kulinarik

Beste Genuss- Temperatur: 10-12° C

Passt gut zu Jacobsmuscheln, Hummer und anderen Schalentieren, Hühnchen, Hartkäse...

Winzer

In der 1960er- Jahren gründete der Agronom Pierre-Yves Latrille die Domaines Latrille, bestehend aus dem Chateau Jolys mit seinen Ländereien, die allerdings zum gössten Teil brach lagen. Die Weinproduktion im Jurançon war damals fast verschwunden, und es war das grosse Verdienst von Pierre-Yves, dieser Region wieder Leben einzuhauchen. Im Jahr 1964 planzte er die ersten Reben der Sorten Petit und Gros Manseng in seinem Weingarten.

In der 1990er Jahren standen Reben bereits auf 32 Hektar, und die Domaines Latrille gehörte zu den ersten unabhängigen Winzern der Region.

Marion Latrille, die Tochter, erwarb Anfang der 2000er Jahre das Chateau de Jurque mit 10 Hektar dazu und entwickelte die Weine der Domaine hin zu eleganten und delikaten Weissweinen, sowohl lieblich als auch trocken.

Die jüngste Generation, die Schwestern Claire und Camille Bessou-Latrille, haben mittlerweile das Weingut übernommen und bewirtschaften die 30 Hektar Rebfläche mit grosser Leidenschaft. Im Jahr werden rund 210.000 Flaschen Weisswein produziert, der überall in der Welt seine Freunde findet.

Der Decanter schreibt über das Weingut: “ Chateau Jolys (…) proves that southwest France’s native Gros Manseng and Petit Manseng are well worth discovering.”

Die Schwestern Claire und Camille Bessou-Latrille

 

 

Region

Die beste Beschreibung der Weinbau- Region Jurançon haben wir im Grossen Johnson, 6. Ausgabe, gefunden:

"Alle Berichte über Jurançon beginnen mit der Geschichte vom Thronanwärter Heinrich IV., dessen Lippen bei der Geburt mit einer Knoblauchzehe bestrichen und mit Jurançon-Wein benetzt wurden - ein Brauch, der angeblich noch heute in der Bourbonenfamilie üblich ist, wenngleich aus den Neugeborenen keine Könige mehr werden.

Das Besondere am Jurançon: Er ist stark - nicht nur alkohol-, sondernauch charakterstark. Seine hocharomatischen Trauben reifen auf den Ausläufern der Pyrenäen südlich von Pau in Herbsttagen, denen Südwinde aus Spanien Wärme bescheren. Sein Geschmack wird intensiviert durch geringe Erträge, vor allem für die Süssweine. Sie sollten sehr spät, also im November, gelesen werden, wenn heisse Tage und frostige Nächte die Trauben schrumpfen lasen (passerillage) und den Saft konzentrieren.

Die Hautreben heissen Gros und Petit Manseng, wobei Letztere nicht nur kleiner ist, sondern aucn mehr Zucker enthält. Beide  erbringen Weine mit hohem Alkoholgehalt und einer bemerkenswerten "starren", positiven Struktur im Mund. Sie sind in der Jugend fast schon abwesend hart, entwickeln mit zunehmendem Alter aber Aromen und Geschmacksnuancen, die man mit exotischen Früchten und Gewürzen wie Mango, Guaven und Zimt vergleichen kann.

Die besten Süssweine gehen sortenreich aus Petit Manseng hervor, während Gros Manseng eher für trockene Abfüllungen Verwendung findet...

Die französische Schriftstellerin Colette verfasste Verkostungsnotizen, die ich gar nicht zu toppen versuche: "Ich war noch ein Mädchen, als mir dieser Prinz begegnete; er war aufgeweckt, gebieterisch, trügerisch wie alle grossen Verführer, Und er hiess Jurançon."

Zwei AC's gibt es hier: Jurançon Sec und Jurançon, wobei Letztere nur für Weine zwischen lieblich und liquoreux, also sehr süss, gilt. In Gan ist eine bedeutende Winzergenossenschaft am Werk, den Rest übernehmen rund 60 Privatkellereien.

Bereitet werden in der Regel die drei Stile sec, moelleux und ultrasüss, bisweilen auch in Eiche. trockene Exponenten waren früher merklich sauer. Die hohe Säure, die dem Süsswein so viel Schwung verleiht, kann in einer trockenen Version fast schon schmerzen. In den letzten zehn Jahren haben die winzer gelernt, wie sie die Frische erhalten und den trockenen Gewächsen gleichzeitig durch späte Lese mehr Körper und Frucht geben. Dieselbe Säure in einem Süsswein macht weniger konzentrierte Versionen zu ausgezeichneten Aperitifs.

Viele Güter führen mehrere Lesedurchgänge durch und füllen Weine von Trauben ab, die im Oktober, November und Dezember geerntet wurden - mit entsprechend steigendem Süssegrad.

In den 1980er-Jahren war die Produktion zurückgegangen und der Wein nur noch wenig bekannt. Zum Glück brachten einige wenige dynamische Erzeuger das Anbaugebiet wieder in Schwung, so dass sich binnen 15 Jahren die Rebfläche auf etwa 1000 Hektar verdoppelte. Heute herrscht eine grosse Nachfrage nach den besten Vertretern. Viele Weinfreunde, denen die Süssweine aus Sauternes und die Sélections de Grains Nobles aus dem Elsass zu üppig und zu ölig sind, finden Gefallen an der rassigen Frische der besten Jurançon-Elixiere."

Weinberge im Jurançon an einem September-Morgen