Weine aus Bergerac

Weine aus Bergerac

"Die auch als Bergeracois bezeichnete Appellation ist nach der gleichnamigen Stadt östlich von Bordeaux benannt.

Sie ist mit rund 13.000 Hektar Rebfläche die größte Weinbauregion in Südwest-Frankreich. Die 90 Weinbau-Gemeinden liegen im Südosten des Départements Dordogne entlang des gleichnamigen Flusses. Bergerac wurde als einer der ersten Bereiche Ende der 1930er-Jahre als AC klassifiziert. Hier wurde schon im 1. Jahrhundert durch die Römer Weinbau betrieben und erreichte im Mittelalter durch die Klöster der Benediktiner und Zisterzienser höchste Blüte. Damals wurde Bergerac gemeinsam mit anderen Gebieten als Haut-Pays (Ober-Land) bezeichnet.

Über Jahrhunderte stand Bergerac zum „großen Bruder“ Bordeaux in Konkurrenz und wurde auch mit unfairen Mitteln bekämpft. Die Bergerac-Weine mussten über den Hafen Bordeaux verschifft werden und dem kleinen Nachbarn wurden kleine Fässer vorgeschrieben. Da der Zoll nicht nach dem Volumen, sondern nach der Fass-Anzahl berechnet wurde, wurde damit der Export erschwert, aber trotzdem erlangte damals Wein aus Bergerac Weltruhm. Ein prominenter Liebhaber war der preußische König Friedrich II. der Große (1712-1786). Nach dem Hundertjährigen Krieg (1337-1453) zwischen England und Frankreich im Kampf um französisches Festland (unter anderem Bordeaux) dominierte der holländische Weinhandel und zwei Jahrhunderte lang wurde dadurch Süßwein forciert. Das Weinbaugebiet war damals rund dreimal so groß.

Die wichtigsten Rebsorten für Rot- und Roséweine sind Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Malbec, Fer und Mérille, sowie für Weißweine Sémillon (belegt ein Drittel der Rebfläche), Sauvignon Blanc, Muscadelle, Ondenc, Chenin Blanc und Ugni Blanc.

aus: Wein-plus, das europäische Wein-Netzwerk

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