Grenache gris

Grenache gris

Die Rebsorte stammt aus Spanien und zählt zur Gruppe der Garnacha-Sorten (siehe dort Allgemeines und Abstammung). Synonyme alphabetisch nach Ländern gruppiert sind Grey Grenache (Australien); Grenache Gris, Grenache Rouge (Frankreich); Rosco dos Pinheiro (Portugal); Garnacha Gris, Garnacha Rioja, Garnacho Rojo, Garnatxa Gris, Garnatxa Roja (Spanien); Piros Grenache, Szürke Grenache (Ungarn). Es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine farbliche Mutation von Garnacha Tinta (theoretisch auch umgekehrt) mit gräulich-rötlichen Beeren, der sie bezüglich der Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten sehr ähnlich ist. Gegenüber der Garnacha Blanca ist sie etwas ertragreicher. Sie erbringt fruchtige, eher säurearme Weißweine mit Kirsch- und Himbeeraromen.

In Spanien wird die Sorte in den Regionen La Mancha und Navarra angebaut und belegte hier im Jahre 2010 rund 70 Hektar Rebfläche. In Frankreich belegte sie als Grenache Gris Ende der 1980er-Jahre noch rund 10.000 Hektar, bis 2010 ist der Bestand auf 1.699 Hektar vor allem im Roussillon, sowie in geringem Ausmaß auch Languedoc und südliche Rhône geschrumpft. Zumeist wird sie als Verschnitt mit den Sorten Grenache Blanc und Macabeu (Macabeo) verwendet. Weitere Anbauflächen gab es im Jahre 2010 auch in Bulgarien und Portugal, sowie in Übersee in Australien, Kalifornien, Südafrika und Thailand (6 ha).

Quelle: Wine Grapes / J. Robinson, J. Harding, J. Vouillamoz / Penguin Books Ltd. 2012

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