Malbec

Malbec

Nach einer Hypothese wurde die Rebe im 16. Jahrhundert unter König François I. (1494-1547) aus Cahors (Südwest-Frankreich) importiert und unter anderem auch in der Champagne angebaut. Ein gewisser Malbeck verbreitete die Rebe im 18. Jahrhundert weitflächig im Bordeaux und prägte damit den hier und Übersee üblichen Namen Malbec. In Saint-Émilion nennt man sie ebenfalls nach einer nicht näher bekannten Person Pressac, die in diesem Bereich die Rebe verbreitete. Und im Westen Frankreichs wird sie zumeist mit dem Hauptnamen Cot bzw. Côt bezeichnet.

Die mittel reifende Rebe ist empfindlich gegen Frost, sowie anfällig für Falschen Mehltau, Schwarzflecken-Krankheit und Verrieseln. Sie erbringt dunkelfarbige, fruchtigwürzige, alkoholstarke Rotweine mit vielfältigen Aromen nach Pflaumen, Blaubeeren, Gewürzen, Bitterschokolade und Tabak. Cot zählt zum erweiterten Kreis der besten Rebsorten der Welt, den Cépages nobles.

In Frankreich ist die Rebe neben dem Hauptanbaugebiet Cahors mit 70% in vielen weiteren Appellationen Südwest-Frankreichs, sowie Languedoc zugelassen. Sie ist auch Bestandteil im Bordeaux-Verschnitt, hat aber hier an Bedeutung verloren (heute 900 ha gegenüber 5.000 ha Ende der 1960er-Jahre). Die französische Anbaufläche im Jahre 2010 betrug insgesamt 6.123 Hektar.

Quelle: Wine Grapes / J. Robinson, J. Harding, J. Vouillamoz / Penguin Books Ltd. 2012

Bildnachweis: Wikipedia

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