Mourvèdre

Mourvèdre

Die sehr spät reifende, ertragsarme Rebe ist empfindlich gegen Dürre, anfällig für beide Mehltauarten, Milben und Esca, jedoch widerstandsfähig gegen Botrytis und Schwarzflecken-Krankheit.

Die dickschaligen Beeren erbringen alkoholstarke, dunkelfarbige und tanninreiche Rotweine mit Aromen nach Brombeeren. Die Sorte ist nicht unproblematisch, denn sie mag „das Gesicht in der Sonne und die Füße im Wasser“. Sie braucht also viel Sonnenschein, aber auch gute Wasserversorgung. Auf jeden Fall ist sie ausgezeichnet für die mediterranen klimatischen Verhältnisse mit langen, heißen Sommern und milden Wintern geeignet bzw. angewiesen.

Vermutlich bereits im 16. Jahrhundert wurde die Sorte nach Südfrankreich eingeführt und in der Provence nach der oben erwähnten Hafenstadt Mourvèdre und im Roussillon nach einer zwischen Barcelona und Valencia liegenden Stadt Mataro genannt. Sie war dann vor der Reblaus- und Mehltau-Katastrophe in Frankreich weit verbreitet, wurde aber danach extrem reduziert (in den 1950er-Jahren gab es nur mehr ein paar hundert Hektar). Im Jahre 2010 belegte sie in den Regionen Languedoc-Roussillon, Provence, südliche Rhône und auf der Insel Korsika insgesamt 9.257 Hektar mit weiterhin stark steigender Tendenz (zehn Jahre vorher waren es 7.634 Hektar).

Quelle: Wine Grapes / J. Robinson, J. Harding, J. Vouillamoz / Penguin Books Ltd. 2012

Bildnachweis: Wikipedia

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