Semillon

Semillon

Die früh bis mittel reifende, ertragreiche Rebe ist anfällig für Milben, Schwarzfäule und auf Grund der dünnen Beerenhaut besonders empfänglich für Botrytis (Edelfäule), jedoch sehr gut widerstandsfähig gegen Echten und Falschen Mehltau. Damit ist sie ideal geeignet für edelsüße Weine.

Sie erbringt säurebetonte Weißweine mit Aromen nach Äpfeln, Aprikosen, Honig und Zitronen. Die Weine gelten in der Regel gegenüber Sauvignon Blanc als körper- und säurereicher. Sémillon wird zu den edelsten Rebsorten der Welt gezählt, den Cépages nobles.

In Frankreich war sie noch im Jahre 1968 die häufigste Rebsorte; jedoch ist der Bestand bis zum Jahre 2010 auf 11.693 Hektar geschrumpft. Sie wird hauptsächlich in Südwest-Frankreich angebaut und oft gemeinsam mit Sauvignon Blanc verschnitten, mit dem sie sich ideal ergänzt. Im Bordeaux ist sie vor allem am Rive gauche (linkes Ufer der Garonne) vertreten. Hier ist sie in den Süßweinen des Bereichs Graves (mit Cérons und Sauternes) enthalten, zum Beispiel im wohl berühmtesten französischen Süßwein Château d’Yquem. Ebenso werden aber auch ausgezeichnete trockene Weine aus ihr gekeltert, wie unter anderem im Bereich Pessac-Léognan. Weitere größere Bestände gibt es in den Bereichen Entre-deux-Mers und Bergerac, sowie im Département Dordogne und in der Provence.

Quelle: Wine Grapes / J. Robinson, J. Harding, J. Vouillamoz / Penguin Books Ltd. 2012

Bildnachweis: Wikipedia

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