Traminer

Traminer

Die erste zuverlässige Erwähnung stammt aus dem Jahre 1483 im Kloster Bebenhausen nahe Stuttgart unter der Bezeichnung „Frennsch und Traminer Stoeck“. Der Schweizer Botaniker Johannes Bauhin (1541-1613) nennt in seinem im Jahre 1650 posthum erschienenen Werk „Muscateller“ und „Traminner“ als weit verbreitete Sorten im Rheintal. In der Pfälzer Ortschaft Rhodt wurde ein Traminerwein im Jahre 1591 erwähnt. Hier gibt es auch einen unter Denkmalschutz stehenden Weingarten, wo angeblich bereits rund 350 Jahre alte Traminer-Rebstöcke aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) stehen, aus denen noch Wein gekeltert wird. In der Schweiz wurde die Sorte Heida im Jahre 1586 im Kanton Wallis erwähnt. Wesentlich später erfolgte dies im Jahre 1736 in Frankreich unter dem Namen Savagnin Blanc. Damit scheint die Herkunft aus Deutschland wesentlich glaubhafter.

Die früh reifende Rebe ist durch die dicke Beerenhaut widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten, vor allem gegen Botrytis. In der Regel besitzen die Beeren ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis. Die Sorte erbringt gut strukturierte Weißweine mit Qualitäts- und Alterungspotential. Besonders die häufigste Spielart Gewürztraminer erbringt extrakt- und alkoholreiche Weißweine mit sortentypischen, intensiven Aromen nach Moschus (musqué), Bitterorange, Lychee (Litschibaum), Marzipan und Rosen. Aus diesem Grund zählt die Rebe auch zu den so genannten Bukettsorten.

Quelle: Wine Grapes / J. Robinson, J. Harding, J. Vouillamoz / Penguin Books Ltd. 2012

Bildnachweis: Wikipedia

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