Viognier

Viognier

Die mittel reifende, nicht sehr ertragreiche Rebe ist relativ widerstandsfähig gegen Botrytis, jedoch anfällig für Echten Mehltau. Sie erbringt tiefgelbe, alkoholstarke, extraktreiche Weißweine mit vielfältigen Aromen nach Aprikosen, Pfirsichen, Zitronen und Blumen (Maiglöckchen, Veilchen) sowie auch Alterungspotential.

Nach einer Hypothese soll sie bereits unter Kaiser Probus (232-282) von Dalmatien nach Frankreich gelangt sein, dafür fehlen aber historische und genetische Beweise. Die Sorte wurde erstmals im Jahre 1781 an der Rhône erwähnt. Nach der Reblaus-Katastrophe wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts viele damit bepflanzte Rebflächen aufgelassen. Die stark dezimierte Sorte ist belegte in Frankreich in den 1960er-Jahren nur mehr 14 Hektar Rebfläche. In den letzten Jahrzehnten ist sie aber wieder in Mode gekommen und belegte 2010 insgesamt 4.395 Hektar.

Die Sorte ist Bestandteil im sogenannten Rhône-Rezept und dort in den Appellationen Château-Grillet, Condrieu, Côte Rôtie, Côtes du Rhône und Lirac zugelassen (nicht jedoch z. B. Châteauneuf-du-Pape). Sie ist aber auch in weiten Teilen im Süden verbreitet, vor allem im Languedoc aber auch im Roussillon.

Quelle: Wine Grapes / J. Robinson, J. Harding, J. Vouillamoz / Penguin Books Ltd. 2012

Bildnachweis: Wikipedia

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